Neuer Bundestag: Fokus auf Chancen des Tourismus

Die internationalen Herausforderungen sind heute groß wie selten. Der Tourismus kann für zentrale Politikziele erstaunlich viele Lösungen anbieten: Ob wirtschaftliches Wachstum und Arbeitsplätze, Fluchtursachenbekämpfung oder wirtschaftliche Stabilisierung zum Beispiel in den südlichen EU-Staaten.

Tourismusrekord und viele positive Effekte erwartet

In diesem Jahr werden weltweit erstmals mehr als 1,3 Milliarden internationale Touristenankünfte gezählt. Für Urlauber heißt das Erholung. Für die Millionen Menschen, die die Reisenden befördern, bewirten und beherbergen, gehen damit Arbeitsplätze, Wohlstand und Einkommen einher. Auf diese Weise bietet der Tourismus in vielen Regionen Antworten auf aktuelle Herausforderungen:

  • Entwicklungsländer: Migranten kommen in die EU, weil sie in ihrer Heimat keine Perspektiven sehen. Gegen wirtschaftliche Fluchtursachen kann die Tourismusbranche einen wichtigen Beitrag leisten: Schon heute schaffen deutsche Reisende allein in Schwellen- und Entwicklungsländern 1,8 Millionen Arbeitsplätze. Das bietet Chancen für die Menschen vor Ort. Gerade in den Maghreb-Staaten kann Tourismus dazu beitragen, fragile Regionen zu stabilisieren.
  • EU: Südeuropa hat stark unter der Finanz- und Wirtschaftskrise gelitten. Doch der Tourismus konnte die Rezession deutlich abfedern und sorgt nun für neue Wachstumsimpulse. Insgesamt sind in Griechenland, Italien, Portugal und Spanien zwischen 11 und 19 Prozent des Bruttoinlandsproduktes auf die Reisebranche zurückzuführen. In Portugal ist jeder fünfte Arbeitsplatz vom Tourismus abhängig, in Griechenland gar jeder vierte.
  • Deutschland: Tourismus steht hierzulande für knapp drei Millionen Arbeitsplätze. Mit einem Anteil von 6,8 Prozent an der Gesamtbeschäftigung liegt die Branche weit vor dem Baugewerbe oder dem Maschinenbau. Und hier ist der weltweit führende Touristikkonzern zu Hause: Die TUI Group hat ihren Hauptsitz in Hannover. Insgesamt beschäftigt der Konzern in Deutschland 11 000 Mitarbeiter und ist mit über 1000 Reisebüros präsent. TUI schafft auch Karrierechancen: Hunderte junger Menschen absolvieren aktuell eine Ausbildung.

Tourismus für politische Ziele nutzen

Die positive Rolle der Tourismuswirtschaft für Menschen und Entwicklung muss sich in der neuen Legislaturperiode noch stärker in der Politik widerspiegeln. TUI bietet sich mit seinem weltweiten Wachstumsprogramm als Partner für Entwicklungsprojekte an.

Mit Tourismus aus der Krise

Erstmals seit neun Jahren wächst die griechische Wirtschaft wieder. Kein Zufall ist es, dass die Trendwende mit einem neuen Rekordjahr im Tourismus zusammenfällt. Bei weit über 25 Millionen Urlaubern geht fast jeder fünfte Euro Wertschöpfung in Griechenland auf den Tourismus zurück. Insgesamt schafft der Tourismus heute rund 900 000 Arbeitsplätze. 2017 sind 50 000 hinzugekommen.

Bei einem Gespräch mit Premierminister Alexis Tsipras in Athen Anfang Oktober bekräftigte Fritz Joussen, der Vorstandsvorsitzende der TUI Group, die Wachstumsstrategie der TUI. Das Unternehmen will in Griechenland weiter investieren und plant viele Neueinstellungen.