Steinmeier: "Wünsche mir mutige Stiftungen als Partner"

Stiftungen vermitteln zwischen Politik und Zivilgesellschaft. Sie sind damit Eckpfeiler für eine Außenpolitik der Gesellschaften, so attestiert es ihnen Außenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier. Entsprechend sucht das Auswärtige Amt verstärkt den Austausch mit den zivilgesellschaftlichen Akteuren – gerne nimmt die TUI Stiftung an dem strategischen Dialog teil.

„Zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit ist nicht mehr nur ein ‚nice to have‘, sondern konstitutiver Bestandteil der Auswärtigen Politik. [...] Ich wünsche mir mutige Stiftungen als Partner des Staates, mit großer Freiheit, mit eigenem Profil und eigener Stärke.“

Dr. Frank-Walter Steinmeier, Bundesaußenminister

Stiftungen vermitteln zwischen Gesellschaft und Politik

Außenpolitische Debatten sollen vermehrt mit einer breiten gesellschaftlichen Beteiligung geführt werden. Aus diesem Grund sind grenzüberschreitend arbeitende Stiftungen für die Auswärtige Politik von besonderer Bedeutung: Sie verfügen dank ihrer langjährigen Arbeit über große Expertise sowie belastbare Netzwerke in Deutschland und weltweit – und binden Personengruppen ein, die von der Politik oder staatlichen Institutionen mitunter schwer zu erreichen sind.

Dieses Potenzial bringt auch die TUI Stiftung ein. Sie fördert seit ihrer Neuausrichtung im vergangenen Jahr zunehmend grenzüberschreitende Projekte mit Schwerpunkt Europa:

  • „Impact4Jobs“:  Jugendarbeitslosigkeit ist europaweit eines der drängendsten Probleme. Die TUI Stiftung entwickelt anhand von Best-Practice-Fällen neue Lösungen. Über die Landesgrenzen hinweg sollen erfolgreiche Ansätze auch auf andere Länder übertragen.
  • „Europa verstehen“:  Junge Europäer sind der EU gegenüber zunehmend skeptisch. Die TUI Stiftung bringt in Kooperation mit der Schwarzkopf-Stiftung in EU-Kompakt-Kursen Jugendlichen die europäische Idee näher und wirbt für mehr politische Beteiligung. Die guten Erfahrungen aus Deutschland werden künftig auch in den Niederlanden und Spanien genutzt.

„Das Zusammenwirken von Diplomatie, Staat und Zivilgesellschaft wird in einer komplexen Welt wie heute wichtiger. Stiftungen können gesellschaftliche Veränderungen durch ihre Arbeit begleiten und haben häufig eine Laborfunktion, wenn es darum geht, innovative Lösungen aus der Theorie in die Praxis zu überführen.“

Thomas Ellerbeck, Vorsitzender des Kuratoriums der TUI Stiftung

Symposium startet strategischen Dialog

Die deutschen Stiftungen und das Auswärtige Amt streben künftig einen intensiveren Austausch an. Die TUI Stiftung hat daher mit der Robert Bosch Stiftung, der Bertelsmann Stiftung sowie der Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa im November 2015 das Symposium „Auf dem Weg zu einer Außenpolitik der Gesellschaften“ mitinitiiert. Die beteiligten Stiftungen setzten den begonnenen Dialog bereits Anfang 2016 fort: Bei einem Experten- Treffen mit dem Auswärtigen Amt und den Stiftungen werden erste konkrete Projekte erörtert.

Symposium am 30. November 2015 im Auswärtigen Amt in Berlin, von links nach rechts: Aart De Geus (Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann Stiftung), Prof. Dr. Joachim Rogall (Geschäftsführer der Robert Bosch Stiftung), Dr. Frank-Walter Steinmeier (Bundesaußenminister), Thomas Ellerbeck (Vorsitzender des Kuratoriums der TUI Stiftung) und André Schmitz-Schwarzkopf (Vorstandsvorsitzender der Schwarzkopf-Stiftung)

 

Symposium am 30. November 2015 im Auswärtigen Amt

Von links nach rechts: Aart De Geus (Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann Stiftung), Prof. Dr. Joachim Rogall, (Geschäftsführer der Robert Bosch Stiftung), Dr. Frank-Walter Steinmeier (Bundesaußenminister), Thomas Ellerbeck (Vorsitzender des Kuratoriums der TUI Stiftung) und André Schmitz-Schwarzkopf (Vorstandsvorsitzender der Schwarzkopf-Stiftung)