Umweltforschung: NASA, Boeing und Helmholtz wichtige TUI-Partner

Forschung und Entwicklung spielen eine wesentliche Rolle, um das Wachstum im Tourismus nachhaltig und umweltfreundlich zu gestalten. Die TUI Group bringt sich als weltweit führender Touristikkonzern intensiv ein.

Mit Boeing und NASA neue Technologien erprobt

Gemeinsam mit dem Flugzeughersteller Boeing und der NASA hat die TUI Group die Tauglichkeit neuer Umwelttechnologien im Flugverkehr erprobt. Der europäische Reisekonzern stellte dafür exklusiv eine Boeing 757 seiner Airline Thomson Airways zur Verfügung. Das Projekt:

  • Forschung: An der Maschine wurden unter anderem neue insektenabweisende Beschichtungen für die Tragflächen erprobt. Denn dort beeinflussen schon kleinste Partikel Luftströme – die Folgen sind steigender Treibstoffverbrauch und mehr CO2-Ausstoß. Auch die Optimierung der Aerodynamik des Seitenleitwerks und der Einsatz von Biokraftstoff waren Forschungsschwerpunkte.
  • Freier Zugang: Die Forschungsergebnisse helfen der gesamten Luftfahrtindustrie beim Bau neuer effizienterer Flugzeuge – die NASA veröffentlicht mit Ausnahme der Boeing-Patente sämtliche Testergebnisse.
  • Recycling: Die TUI-Maschine wurde nach Abschluss der Testflüge recycelt. Insgesamt konnten 90 Prozent der Flugzeugteile wiederverwertet werden. Eine Weltpremiere, die für die Luftfahrt insgesamt von größter Bedeutung ist – immerhin werden in den kommenden 20 Jahren mehr als 13 000 Flugzeuge außer Dienst gestellt.

Umweltforschung bei TUI Cruises

Eine weitere Forschungspartnerschaft vereint TUI Cruises und die Umweltforscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht. Die Mein Schiff 3 führt auf ihren Fahrten Luftmessgeräte an Bord, die unter anderem die Quecksilberkonzentration in der Atmosphäre erheben und Rückschlüsse auf die Schadstoffursachen ermöglichen. Damit entsteht ein unvergleichlicher Datensatz. Die Messungen sind Teil eines EU-Projekts, dessen langfristiges Ziel ein globales Quecksilberüberwachungssystem ist.

Zudem erfasst die sogenannte FerryBox auf den Fahrten der Mein Schiff 3 durch das Ansaugen von Meerwasser dessen pH-Wert, Salz-, Sauerstoff- und Chlorophyllgehalt. Die Ergebnisse werden in Echtzeit an das Helmholtz-Zentrum übertragen und in eine frei zugängliche Datenbank eingepflegt. Forscher aus aller Welt nutzen die Ergebnisse bereits, unter anderem für umfassende Beobachtungs- und Modellierungssysteme der Küstengewässer.