Tunesien: Veranstalter übernehmen Verantwortung für ihre Gäste

„Der Anschlag in Sousse war ein feiges Attentat gegen die junge tunesische Demokratie, gegen die Menschlichkeit und gegen uns alle. Unser ganzes Mitgefühl gilt den Opfern und ihren Angehörigen. Vor allem ihnen und unseren Urlaubsgästen in Tunesien wollen wir helfen, wo wir können.“ Mit diesen Worten reagierte der TUI-Vorstandsvorsitzende Fritz Joussen auf den Anschlag im Touristenort Sousse.

Gedenken der Opfer

 

Fritz Joussen, TUI-Vorstandsvorsitzender, hat zusammen mit Mitgliedern des Topmanagements und der TUI-Care-Teams am Strand von Sousse der Opfer gedacht. Den Mitarbeitern von RIU und TUI hat er für ihren unermüdlichen Einsatz gedankt.

Soforthilfe für Betroffene

Die Reiseveranstalter der TUI Group hatten sofort ihre Reiseleitungen vor Ort aktiviert, um schnelle Hilfe zu leisten. Innerhalb weniger Stunden wurde das Betreuungsteam um rund 20 erfahrene Mitarbeiter aufgestockt, die aus anderen Regionen nach Sousse gesandt wurden. Auch geschulte Psychologen wurden von TUI eingesetzt, um den Betroffenen, den Verletzten und den internationalen Gästen in dieser schwierigen Situation beizustehen. Seitdem koordiniert ein TUI-Krisenstab in Hannover rund um die Uhr alle Hilfsmaßnahmen. Allen 3 800 deutschen TUI-Gästen in Tunesien wurde eine sofortige Rückreisemöglichkeit auf TUI-Kosten angeboten. Innerhalb der ersten zwei Tage haben 277 Gäste davon Gebrauch gemacht, die große Mehrheit hat sich aber für eine Fortsetzung des Urlaubes entschieden.

Sofortmaßnahmen der TUI

  • Krisenstäbe in den betroffenen Quellmärkten eingerichtet
  • 20 Betreuer und Psychologen entsandt
  • Soforthilfe für Angehörige und Verletzte geleistet
  • Telefonhotlines für Angehörige und für Umbuchungen geschaltet
  • 277 Gäste ausgeflogen
  • 500 Reisen umgebucht
  • die Sicherheitslage mit dem Auswärtigen Amt bewertet
  • mit der tunesischen Regierung über Sicherheitsmaßnahmen gesprochen

Kulanz bei Umbuchungen und Stornierungen

Tunesien-Buchungen während des Sommers können noch bis zum 15. September kostenfrei storniert oder in andere Zielgebiete umgebucht werden. Damit deckt TUI die komplette Sommerferiensaison ab. TUI bietet auch hier maximale Kulanz für ihre Kunden. Denn: Eine Verpflichtung zu kostenlosen Rückflügen oder Stornierungen hätte für Veranstalter erst bei einer Reisewarnung des Auswärtigen Amtes bestanden.

Internationale Zusammenarbeit für mehr Sicherheit

TUI Group CEO Fritz Joussen und Thomas Ellerbeck, Mitglied des Group Executive Committee, haben sich in Tunis mit Tunesiens Staatspräsident Beji Cai del Essebsi, Ministerpräsident Habib Essid und Tourismusministerin Selma Elloumi Rekik sowie Botschafter Dr. Andreas Reinicke getroffen. TUI benötigt Klarheit, welche Sicherheitskonzepte die tunesische Regierung umsetzt, um touristische Gebiete in Zukunft besser zu schützen. Präsident Essebsi sprach TUI sein Beileid für die Opfer des Anschlags aus und machte klar, dass Tunesien entschieden handeln werde. Innenminister Thomas de Maizière sagte für Deutschland schnelle Unterstützung zu: Deutschland wird bei der Verbesserung der Sicherheit an den Landesgrenzen helfen, Großbritannien bei der Umsetzung von Sicherheitskonzepten in den Tourismusregionen. Die Innenminister von Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Tunesien arbeiten eng zusammen und wollen gemeinsam Maßnahmen vorstellen.