Ägypten: Wachstum und Wandel durch Tourismus

Für Deutschland und die EU ist Ägypten ein unerlässlicher Partner am Mittelmeer. Das gilt im Hinblick auf die Stabilität der Region, aber auch die Migrationsströme via Nordafrika. Das Land selbst steht mit seinem hohen Bevölkerungswachstum vor der großen Herausforderung, Millionen junger Menschen Perspektiven zu bieten. Der Tourismus leistet dazu den entscheidenden Beitrag.

Tourismus für nachhaltige Entwicklung

"Die Reisewirtschaft sorgt für Wachstum, Deviseneinnahmen und angemessene Arbeitsplätze. Der Tourismus schafft fünf Millionen Jobs und sichert damit zugleich das Einkommen von zehn bis fünfzehn Millionen Familienmitgliedern! Das geht einher mit der Perspektive auf ein gutes Leben in relativem Wohlstand – für junge Menschen das beste Argument, eine Zukunft in ihrer Heimat aufzubauen und sich nicht zu radikalisieren.

Von den positiven Effekten des Tourismus konnte ich mich in Oberägypten überzeugen. Seitdem Nilkreuzfahrten hier zwischen Kairo und Luxor einen Stopp machen, boomt die lokale Wirtschaft: Kunsthandwerk, Gastronomie und letztlich der Lebensstandard der Menschen sind im Aufschwung.

Ich freue mich sehr, dass jedes Jahr viele Tausende Gläubige aller großen Glaubensrichtungen mein Land besuchen. Noch heute sichtbare Spuren hat beispielsweise die Reise der christlichen heiligen Familie nach Ägypten hinterlassen. Den kulturellen Austausch wollen wir noch stärker fördern.

Starke Partner wie TUI sind für eine gute Entwicklung unersetzlich. Ihre Investitionskraft und Treue auch in schwierigen Zeiten sind das Fundament für unsere Zukunft."

Dr. Badr Abdelatty, Botschafter der Arabischen Republik Ägypten in Berlin

Politik setzt auf Tourismuswirtschaft

Die ägyptische Regierung hat die zentrale Rolle des Tourismus erkannt. Die Reiseindustrie bildet einen Schwerpunkt der Strategie „Vision 2030“, die nachhaltiges Wirtschaftswachstum ankurbeln soll. Bereits heute trägt der Tourismus insgesamt elf Prozent zur Wirtschaftsleistung und fast neun Prozent zur Beschäftigung bei, Tendenz steigend. Aktuellen Prognosen zufolge hat die Branche das Potenzial, in den nächsten zehn Jahren 800 000 neue Arbeitsplätze in Ägypten entstehen zu lassen.

Reiseziel Ägypten im Aufschwung

Dafür investiert Ägypten massiv. Siehe Kulturtourismus: Noch im laufenden Jahr soll das spektakuläre Gizeh-Museum teileröffnen. Tausende Ausstellungsstücke werden künftig auf zwei Quadratkilometern Fläche präsentiert. Zum Vergleich: Die Berliner Museumsinsel umfasst gerade einmal 0,09 Quadratkilometer. Zudem weitet Ägypten touristisch oftmals hochattraktive Naturschutzzonen aus, neue Freizeitparks werden errichtet, und die Hotelinfrastruktur wird weitgehend modernisiert. Diese Ansätze zeigen Wirkung. Der Tourismus befindet sich im Aufschwung. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Gäste um 58 Prozent auf rund 8,3 Millionen. Und unter deutschen Touristen gab es einen neuen Rekord: Erstmals kamen über 1,3 Millionen in das Land der Pharaonen. Damit der Aufschwung von Dauer ist, investiert das Land auch erheblich in mehr Sicherheit, oftmals in Zusammenarbeit mit deutschen Behörden.

TUI enger Partner


Ägypten braucht für seine ehrgeizigen tourismuspolitischen Ziele starke Partner, die vor Ort investieren und Reisende von dem Land überzeugen. TUI gehört seit vielen Jahren dazu:

  • Hotels: TUI betreibt insgesamt 46 Hotels in Ägypten. Noch in diesem Jahr werden zwei weitere hinzukommen. Neben den eigenen Beteiligungen arbeitet TUI mit über 300 teilweise mittelständischen Hotels zusammen und vermarktet sie weltweit.
  • Kreuzfahrten: TUI Cruises steuert mit der Mein Schiff Flotte mit Alexandria, Sharm el Sheikh und Safaga regelmäßig drei Häfen an. Zum Ausflugsprogramm gehören unter anderem Stadtrundfahrten, die Pyramiden von Gizeh und das Tal der Könige.
  • Flüge: Die TUI-Airlines verbinden Europa mit Ägypten. Insgesamt gibt es mehr als 1800 Flüge im Jahr, mit enorm positiven Effekten in den Urlaubsregionen. Zum Beispiel: Ein einziges in Deutschland stationiertes Flugzeug, das zweimal täglich vollausgelastet nach Ägypten fliegt, sichert dort rund 9000 Arbeitsplätze.

Ägypten und TUI zeichnet eine jahrzehntelange verlässliche Kooperation aus. Und auch hier bildet sich der positive Trend ab: Bei TUI Deutschland gab es 2018 bisher sowohl in den Baderegionen als auch am Nil ein zweistelliges Buchungswachstum.

TUI und GIZ für mehr ausgebildete Tourismus-Fachkräfte


TUI engagiert sich in Ägypten weit über das klassische Tagesgeschäft hinaus. So startete der Konzern mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) das „lab of tomorrow“, um die Qualifikation im Tourismusgewerbe zu verbessern. Zentraler Ansatzpunkt: Alle Akteure – von Ausbildungsbetrieben über Fachschulen und IT-Unternehmen bis zu Regierungsvertretern – zusammenbringen und gemeinsam Lösungen erarbeiten. Anfang Februar wurden in Hurghada auf diese Weise ganz konkrete Strategien für ein besseres Berufsbildungssystem, praxisnähere Ausbildungsprogramme sowie Kooperationen von privatem und öffentlichem Sektor erarbeitet.

Ahmed Abdalla, Gouverneur des Bezirkes Rotes Meer:

"TUI ist eines der wichtigsten Unternehmen am Roten Meer und hilft uns dabei, die Umweltauswirkungen in den Urlaubsregionen gering zu halten. Sogar während der Revolution ist TUI im Land geblieben. Wir freuen uns auf weitere erfolgreiche gemeinsame Projekte!"

Markus Malak, TUI Service Delivery Team Manager:

"Bei TUI habe ich 2004 als Hotel-Reiseleiter begonnen. Das Unternehmen glaubt an lokale Mitarbeiter und hat mir mit vielen Fort- und Weiterbildungen eine Karriere ermöglicht. Heute bin ich im Managementteam für den Gästeservice zuständig und kann mit dem Einkommen meinen Kindern eine bessere Ausbildung ermöglichen."

Yousri Amer, Inhaber Royal Cruise:

"Mein Unternehmen bietet TUI-Gästen luxuriöse Schiffsausflüge an. Für uns ist der Reisekonzern ein langjähriger Partner. Weil TUI auch in schlechten Zeiten verlässlich ist, konnte ich die Arbeitsplätze aller meiner Crewmitarbeiter erhalten."

Hani Michael, Travco Branch Manager:

"Der Tourismus hilft uns Ägyptern, Umwelt, Meere und Kulturdenkmäler zu erhalten. Dank des TUI-Wachstums im letzten Jahr konnten wir als Incoming-Agentur viele neue Mitarbeiter einstellen. Es ist wirklich so: Der Tourismus schafft Arbeitsplätze bei kleinen Ausflugsanbietern und Restaurants."