EU: TUI stärkt Präsenz

Die EU wird seit geraumer Zeit kritisch wahrgenommen. Zu viel Bürokratie und zu viele lebensfremde Entscheidungen lauten immer wieder die Vorwürfe. Wer Europa stärken will, sollte sich mehr denn je dem Dialog mit den EU-Institutionen verschreiben. Das tut die TUI Group künftig vor Ort.

Brüsseler Konzernbüro eingerichtet

Der Reisekonzern aus Hannover will im Austausch mit europäischen Entscheidungsträgern dazu beitragen, dass eine gute und sachgerechte Politik für die europäischen Bürger und die touristischen Destinationen verfolgt wird. In diesem Sinne bringt sich die TUI Group noch intensiver in Brüssel ein: In wenigen Monaten wird das neue Konzernbüro offiziell eröffnet. Ziel ist es, ein konstruktiver Dialogpartner zu sein, der die positive Rolle der Tourismuswirtschaft in vielen gesellschaftlichen Bereichen verdeutlicht.

Politik fordert von der Wirtschaft mehr Engagement

Es ist wichtig, dass Unternehmen und Verbände ihre Expertise und Sichtweisen einbringen. Das hat die EU-Pauschalreiserichtlinie gezeigt, die 2015 nach sieben Jahren Beratung in Brüssel verabschiedet wurde und derzeit in nationales Recht überführt wird. Das Thema war von Beginn an höchst komplex, die Ambitionen der EU erheblich – alles sollte besser werden. Das erzielte Ergebnis ist aus Sicht der Branche, vor allem aber aus Sicht der Politik, letztlich ein in Teilen suboptimaler Kompromiss. Interessant: Die Tourismusexperten im Bundestag sind sich einig, dass die Wirtschaft bei vergleichbaren Fragen künftig frühzeitiger auf mögliche Probleme hinweisen und den Dialog einfordern soll. Entsprechend will die TUI Group auch auf EU-Ebene in für die Reisebranche wichtigen Politikbereichen wie dem Verbraucher- und Umweltschutz, aber auch bei entwicklungs- und sicherheitspolitischen Themen ihr Know-how stärker einbringen.

Brexit-Verhandlungen pragmatisch führen

Ein Thema ganz besonderer Art sind die Verhandlungen über den Austritt Großbritanniens aus der EU. Für die TUI Group als europäischer Konzern mit deutschen und britischen Wurzeln ist der Prozess herausfordernd. Umso wichtiger wird es sein, dass alle Partner lösungsorientiert in die Verhandlungen starten, auch wenn klar ist, dass es den Zugang zum EU-Binnenmarkt nicht zum Nulltarif geben wird. Für Rosenkriege steht zu viel auf dem Spiel. Und die Gefahren, weitreichende Fehlentscheidungen zu treffen, sind beträchtlich. Dies gilt gerade im Bereich des Luftverkehrs, einer Schlüsselbranche für viele weitere Industrien. Europas Urlauber und die Tourismusunternehmen benötigen hier Planungssicherheit. Denn die Vorbereitungen für die Ferienflugpläne 2018 und 2019 laufen bereits.

Ansprechpartner in Brüssel

 

Dr. Ralf Pastleitner, Director International Public Policy & EU Affairs

E-Mail: ralf.pastleitner@tui.com

Telefon: +49 (0)30 6090 2060-61