Spanien: Reisewirtschaft wichtige Schlüsselindustrie

Über 80 Millionen Touristen kamen 2018 nach Spanien. Das sichert 2,6 Millionen Arbeitsplätze und stützt die gesamte Wirtschaft. Die Ausgaben von Touristen liegen mit fast 90 Milliarden Euro auf Rekordniveau – und übertreffen das Handelsbilanzdefizit Spaniens deutlich.

Wachstum und Beschäftigung steigen

Seit fünf Jahren wächst Spaniens Bruttoinlandsprodukt, zuletzt um rund drei Prozent pro Jahr. Im EU-Vergleich sind das überdurchschnittliche Zahlen. Die positive Entwicklung ist auch auf dem Arbeitsmarkt deutlich spürbar. Die Arbeitslosigkeit lag im dritten Quartal 2018 bei rund 14,8 Prozent – der niedrigste Wert seit 2009 und fast eine Halbierung gegenüber dem Höchststand 2013.

Führende Rolle im Tourismus stärkt Wirtschaft

Der Tourismus spielt dabei eine wesentliche Rolle. Die Branche ist im weltweiten Vergleich hervorragend aufgestellt: Spanien hat die USA 2017 von Platz zwei der beliebtesten Destinationen verdrängt. 2018 hat vergleichbare Zahlen gebracht. Damit einher gingen erhebliche Einnahmen. Ausländische Reisende kauften in Spanien Waren und Dienstleistungen für knapp 90 Milliarden Euro. Diese Einnahmen glichen das traditionell hohe spanische Außenhandelsbilanzdefizit bei Gütern mehr als aus. Seit 2013 liegt die Leistungsbilanz, die auch Dienstleistungen wie den Tourismus berücksichtigen, im Plus. Die Reisebranche ist damit eine Schlüsselindustrie von überragender Bedeutung.

Tourismus schafft Perspektiven

"Spanien ist stolz, ein Weltmarktführer im Tourismus zu sein. Erstens rechnet es sich für uns: Der Sektor erwirtschaftet 12 Prozent unseres Bruttoinlandsprodukts und sichert 13 Prozent aller Arbeitsplätze in Spanien. Von den Urlaubern haben nicht nur Reiseveranstalter etwas – kleine Cafés und lokale Unternehmen prosperieren ebenfalls. Zweitens leistet der Tourismus einen großen Beitrag, um Kultur- und Naturerbe zu schützen. Meine Heimatstadt Sevilla profitiert stark davon, dass die Altstadt bereits 1987 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt wurde. Und drittens kann Tourismus weltweit für mehr soziale Gerechtigkeit sorgen. Ein zentraler Bestandteil der spanischen Entwicklungspolitik ist, das bei uns bewährte Ausbildungssystem in Tourismusberufen nach Afrika oder Lateinamerika zu exportieren. Dort Arbeitsplätze zu schaffen, ist auch in unserem Interesse als EU.

Die langjährigen Beziehungen zu TUI sind für Spanien eine Erfolgsgeschichte. Beim Aufbau der Industrie war der Reisekonzern ein starker Partner. Heute bringt TUI pro Jahr fast sieben Millionen Urlauber zu uns – mit allen positiven Auswirkungen für unsere Wirtschaft und die Menschen." 

Ricardo Martínez Vázquez, Botschafter des Königreichs Spanien in Deutschland

TUI mit starker Präsenz in Spanien

Die positive Entwicklung im spanischen Tourismus lässt sich nur mit Partnern gestalten, die zuverlässig und langfristig agieren und investieren. Dazu zählt seit Jahrzehnten die TUI Group. Sie hat für den Sitz des strategisch wichtigen Unternehmensteils „Destination Experiences“ Palma de Mallorca gewählt. Der Reisekonzern managt von dort seine Zielgebietsagenturen mit weltweit 9 000 Mitarbeitern, die Gäste betreuen sowie Transfers und Ausflüge organisieren. Die TUI-Beteiligungsgesellschaft RIU Hotels & Resorts unterhält ihre Zentrale ebenfalls auf Mallorca. Insgesamt hat der Reisekonzern in den letzten Jahren viele neue Arbeitsplätze in Spanien geschaffen und beschäftigt dort heute
10 000 Menschen.

Die TUI Group ermöglicht fast sieben Millionen Gästen einen Urlaub in Spanien – als Veranstalter, Hotelbetreiber und Kreuzfahrtanbieter. Dort zählen fast 100 Hotels zum Konzern – mehr als in jedem anderen Land. Die TUI Airlines flogen 2018 wöchentlich über 400 Mal spanische Urlaubsregionen an. Auch die Kreuzfahrtgesellschaften des Reisekonzerns machen regelmäßig in 24 Häfen fest und bringen viele Besucher mit.

TUI-Hotels – Vorreiter bei Umweltschutz und Energieeffizienz

Die TUI Group will das Wachstum nachhaltig gestalten. Zukunft haben qualitativ hochwertige Reiseangebote, die die Umwelt schonen. Eine Vorreiterrolle nehmen in Spanien über 90 konzerneigene TUI-Hotels ein. In vielerlei Hinsicht setzen sie Branchenstandards. Beispiel Wärmeerzeugung: Im ROBINSON Club Cala Serena auf Mallorca sparen drei Biomasse-Heizkessel erhebliche Mengen CO2 ein. Beispiel Effizienz: RIU konnte 2017 den Energieverbrauch pro Gast und Nacht in seinen Hotels innerhalb eines Jahres um 1,6 Prozent senken. Mit einem Pilotprojekt erprobt das Unternehmen im RIU Palace Meloneras auf Gran Canaria weitere Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz.

Zertifizierung vorantreiben

Ein Kernanliegen ist es, auch bei den TUI-Hotelpartnern Bewusstsein und Engagement für Nachhaltigkeit zu steigern. Mindestkriterien werden vertraglich definiert. Und TUI wirbt bei den Hoteliers aktiv dafür, eine vom Global Sustainable Tourism Council (GSTC) anerkannte Nachhaltigkeitszertifizierung einzuführen. Die Maßnahmen wirken nicht nur in Spanien: 2018 verreisten mit TUI bereits 9,2 Millionen Kunden weltweit besonders nachhaltig – zwei Drittel mehr noch als vor drei Jahren.

Der Tourismussektor unterstreicht Jahr für Jahr seine enorme Bedeutung für die Wirtschaft Spaniens. Die TUI Group wird diesen Weg auch in Zukunft mit seinen spanischen Partnern aktiv gestalten.

Herausforderung Brexit


Die Briten sind eine wichtige Gästegruppe für den spanischen Tourismus. Mehr als jeder fünfte Urlauber stammt aus dem Vereinigten Königreich. Sie profitieren vom unkomplizierten Reisen innerhalb der EU. Es gilt, diese Freizügigkeit zu erhalten.