Entwicklungspolitik: Tourismus wichtiger Partner

Flüchtlingsstr.me zählen zu den großen Herausforderungen unserer Zeit. Wirtschaftliche Not ist dabei neben kriegerischen Auseinandersetzungen der wichtigste Fluchtgrund. Hier muss deutsche und europäische Entwicklungspolitik ansetzen. Die Tourismuswirtschaft vor Ort kann dabei eine Schlüsselrolle spielen.

Tourismus als Entwicklungshelfer

Deutsche Urlauber haben 2012 in Schwellen- und Entwicklungsländern gut 13,5 Milliarden Euro ausgegeben und dadurch fast 740 000 Arbeitsplätze gesichert. Zum Vergleich: Der Gesamtetat des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) 2016 sieht 7,4 Milliarden Euro vor. Tourismus bietet den Ländern sichere Einkommen, Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur und sichert in vielen Fällen erst den Zugang zu Wasser und Elektrizität.

Neben diesen sehr handfesten Vorteilen eröffnet der Tourismus auch neue Perspektiven. So steigen nachweislich Alphabetisierungsraten, Wohlstand und politische Teilhabe in den Tourismusregionen. Kein zweiter Wirtschaftszweig unterstützt entwicklungspolitische Ziele damit so stark wie der Tourismus.

Jobs und Wohlstand dank Tourismus

 

Mit ihren Ausgaben haben 2012 durchschnittlich 15 deutsche Touristen einen Arbeitsplatz in Schwellen- und Entwicklungsländern geschaffen.

TUI bietet Perspektiven

Die TUI Group engagiert sich bereits seit Jahren in diesem Sinne – über die TUI Care Foundation, aber auch als Initiator und Gründungsmitglied der Brancheninitiative Futouris. Die Berufsausbildung steht dabei oftmals im Vordergrund. Drei Beispiele:

  • Namibia:  Die TUI Care Foundation entwickelt derzeit mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) verschiedene Projekte speziell für junge Frauen. Dabei ebnen ihnen Praktika im nachhaltigen Tourismus den Einstieg in den Arbeitsmarkt.
  • Kambodscha:  Vielen Familien fehlen die finanziellen Mittel, um ihren Kindern eine Berufsausbildung zu ermöglichen. Die gemeinnützige Don Bosco Hotelschule bietet solchen Jugendlichen eine staatlich anerkannte Ausbildung im Hotel- und Gastgewerbe. TUI-Mitarbeiterinnen entwickeln unter anderem die Lehrkonzepte und -materialien für den Schulbetrieb.
  • Marokko:  Das Land leidet unter einer hohen Jugendarbeitslosigkeit von knapp 20 Prozent. Der Robinson Club Agadir bietet seit 2008 in Kooperation mit der GIZ und der Außenhandelskammer in einer eigenen Schule eine duale Berufsausbildung an. Abgedeckt werden die Bereiche Rezeption, Restaurant, Bar und Küche, orientiert an den Lehrplänen deutscher Hotelfachausbildungen.