Junges Europa 2017: Studie zeigt höchst fragile Zustimmung

Wie denkt die junge Generation der 16- bis 26-Jährigen über Europa? Differenzierte Antworten bietet die Studie „Junges Europa 2017“, für die das Meinungsforschungsinstitut YouGov im Auftrag der TUI Stiftung 6 000 junge Menschen in sieben EU-Ländern befragt hat. Kernergebnisse in der Übersicht: 

EU wird vorrangig als Wirtschaftsbündnis, weniger als Wertegemeinschaft wahrgenommen.

Acht von zehn jungen Griechen glauben, dass sie es schlechter als ihre Eltern haben werden.

EU-Ablehner zweifeln deutlich stärker an der Demokratie.

Europa muss in jeder Generation neu erkämpft werden

Siegmar Gabriel,
Bundesaußenminister

»Die TUI Stiftung hat eine Jugendstudie zu Europa vorgestellt, die Angst macht und uns aufrütteln muss. (...) Wir brauchen deshalb einen neuen Aufbruch und konkrete Projekte, die neues Vertrauen in Europa und konkreten Mehrwert für die Zukunftsperspektiven junger Menschen überall in Europa schaffen. (...) Europa darf kein Eliteprojekt sein. Wir wollen kein „akademisches Europa“, sondern ein Europa für alle.« 

Gemeinsame Werte wieder in den Vordergrund rücken

Thomas Ellerbeck,
Vorsitzender des Kuratoriums der TUI Stiftung

»Die wertebasierten Bindekräfte Europas wurden lange Zeit für selbstverständlich gehalten. Doch diese Selbstverständlichkeit gilt nicht mehr. Ein Europa, dessen Wert vor allem in den Vorteilen des Binnenmarktes gesehen wird, droht austauschbar und beliebig zu werden. Deshalb ist es wichtig, über die gemeinsamen Werte Europas zu diskutieren. Hier sind alle gesellschaftlichen Akteure gefordert, nicht nur die Politik.«