Entwicklungs-Gipfel der UN: Tourismus schafft Wohlstand

Einziger Tagesordnungspunkt der UN-Generalversammlung Ende September: die Verabschiedung der nachhaltigen Entwicklungsziele, um Armut und Ungleichheit zu bekämpfen. Die Tourismusbranche wird dabei eine bedeutende Rolle einnehmen. Als globaler Marktführer engagiert sich auch die TUI Group in den UN, etwa im Zehnjahresprogramm für nachhaltigen Konsum und Produktion.

Erfolge sollen fortgeschrieben werden

Vorbild sind die 2015 auslaufenden Millenniumsziele. Vor 15 Jahren hatten die Vereinten Nationen damit erstmals globale Vorgaben postuliert. Die Ergebnisse zeigen erhebliche Fortschritte: Die Zahl der Menschen, die am Tag mit weniger als 1,25 Dollar auskommen müssen, wurde halbiert, ebenso die Kinder- und Muttersterblichkeit in Entwicklungsländern. Die neuen Ziele gehen noch wesentlich weiter: Bis 2030 sollen extreme Armut und Hunger ganz der Vergangenheit angehören. Dazu kommen jetzt umweltpolitische Ziele wie der Schutz von Klima und Ozeanen auf die Agenda.

Tourismus als Entwicklungskatalysator

 

Die UN erkennen ausdrücklich den hohen Stellenwert an, den der Tourismussektor für nachhaltiges Wirtschaftswachstum und steigenden Wohlstand spielt:

  • Wachstum: Tourismus ist eine globale Wachstumsbranche. Prognosen der Welttourismusorganisation UNWTO sagen eine Verdoppelung der Touristen bis 2030 auf 1,8 Milliarden Reisende pro Jahr voraus. Entwicklungsländer profitieren besonders. Ihr Marktanteil am weltweiten Reiseverkehr legte bereits in den vergangenen 25 Jahren um das Vierfache zu.
  • Arbeitsplätze: Der Tourismus sichert schon heute 277 Millionen Arbeitsplätze. Das entspricht sechs Prozent aller Arbeitsplätze weltweit. Hier erhalten auch Einwohner in Regionen ohne ausgeprägtes Bildungssystem Chancen, zum Beispiel im Servicebereich. In den Zielländern ermöglicht Tourismus sozialen Aufstieg und dient als Jobgarant – alleine in Asien rechnen Experten mit 40 Millionen neuen Jobs in den nächsten zehn Jahren.

TUI hilft – Bericht von der griechischen Insel Kos

„Nur wenige Kilometer trennen Kos vom türkischen Festland. Daher kommen seit Monaten jeden Tag bis zu 500 Flüchtlinge auf die Insel. Schön in diesen fordernden Zeiten ist die große Unterstützung der Einheimischen und auch wir von TUI Destination Services helfen, wo wir können. Wir haben vor Ort ein Spendenkonto eingerichtet, unsere Gäste werden darauf hingewiesen, dass sie Kleidung, Schuhe oder Toilettenartikel am Ende des Urlaubs an die Reiseleitung abgeben können.

Ebenso haben verschiedene Airlines der TUI Group die Freigepäckgrenze für Flüge nach Kos erhöht, sodass die Gäste Kleiderspenden mitbringen können. Die Kleidung wird im Büro gesammelt und von den Reiseleitern sortiert. Die Spenden kommen allesamt wohltätigen Organisationen hier vor Ort zu Gute, die diese an die Flüchtlinge verteilen.“

Thorsten Harder, TUI Zielgebietsmanager Kos & Samos