Nachhaltiger Tourismus im Fokus

 

11.11.2015 – Welche Folgen hat der Tourismus für die Entwicklung eines Landes? Als globaler Marktführer will TUI die positiven Auswirkungen fördern. Zusammen mit der Travel Foundation und PwC hat der Reisekonzern gemessen, wie sich der Besuch von 60.000 TUI-Gästen auf Zypern im Jahr 2013 ausgewirkt hat. Die Pilotstudie mit dem „Total Impact Measurement & Management“ (TIMM)-Verfahren beurteilt eine Vielzahl wirtschaftlicher, gesellschaftlicher, ökologischer und steuerlicher Folgen. Jane Ashton, TUI Group Director of Sustainability, stellte die Ergebnisse vor.

Tourismus ist Wachstumsbranche

Die Tourismusindustrie wachse stark, erklärte Ashton. 2014 hat es rund 1,1 Milliarden Touristenankünfte gegeben, 2030 werden es rund 1,8 Milliarden sein. Am globalen Bruttoinlandsprodukt ist der Tourismussektor derzeit mit rund zehn Prozent beteiligt. Gleichzeitig trägt die Branche zu rund fünf Prozent der weltweiten CO2-Emissionen bei. Diese Zahlen belegen die Notwendigkeit einer stärkeren Untersuchung der Folgen des Tourismus.

Auswirkungen ganzheitlich messen

TUI hat daher eine detaillierte Analyse der Auswirkungen des Urlaubs von 60.000 Kunden durchgeführt, die in acht Hotels auf Zypern ihre Ferien verbrachten. Untersucht wurden die Auswirkungen aller Aktivitäten – von dem Augenblick der Ankunft bis zur Abreise der Urlauber. Dabei ist deutlich geworden, dass die Touristen für Steuereinnahmen in Höhe von 13,8 Millionen Euro verantwortlich sind. Die Tourismusindustrie vor Ort profitiere mit 32,3 Millionen Euro von den Urlaubern. Insgesamt beträgt der steuerliche und wirtschaftliche Nettozuwachs 84 Euro pro Gast und Nacht. Die Umweltkosten hingegen liegen lediglich bei vier Euro pro Person pro Nacht und fielen damit wesentlich geringer aus als angenommen.

Positive Effekte

Die Ergebnisse wurden bereits für die TUI-Nachhaltigkeitsstrategie „Better Holidays, Better World“ genutzt, um den wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Fußabdruck der TUI-Urlauber zu verringern. Ziel der TUI ist es, bis 2020 Europas emissionseffizienteste Airlines zu betreiben und die Kohlenstoffintensität seiner Geschäftstätigkeit um 10% zu senken. Außerdem sollen bis 2020 jährlich zehn Millionen „nachhaltigere Urlaubsreisen“ in zertifizierten Hotels verkauft werden. 


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