EU-Pauschalreiserichtlinie

 

16.02.2017 – Schlussspurt für die EU-Pauschalreiserichtlinie: Bis April sollen die europäischen Vorgaben in nationales Recht umgesetzt werden. Gemeinsam mit dem Deutschen ReiseVerband (DRV) hat die TUI Group den zuständigen Staatssekretär im Bundesjustizministerium Gerd Billen sowie die beiden Bundestagsabgeordneten Dr. Johannes Fechner (SPD-Fraktion) und Matthias Lietz (CDU/CSU-Fraktion) in die politikLOUNGE geladen – sie hatten gute Nachrichten dabei.

Über Monate fürchteten die deutschen Reisebüros, dass sie im Zuge der EU-Pauschalreiserichtlinie einzelne Reiseleistungen wie Flüge oder Hotelübernachtungen nicht mehr vertreiben könnten. Denn nach bisheriger Lesart hätten sie jede Leistung einzeln abrechnen müssen. Das ist nun vom Tisch: Gleich zu Beginn der Veranstaltung teilte Staatssekretär Gerd Billen mit, dass er von der EU-Kommission wenige Stunden zuvor grünes Licht für eine praxistaugliche Regelung erhalten habe. Die Bundestagsabgeordneten Fechner und Lietz unterstrichen, wie wichtig ihnen diese mittelstandsfreundliche Lösung ist.

Aus Sicht der TUI Group ist die Umsetzung der EU-Pauschalreiserichtlinie ein Positivbeispiel dafür, dass EU und Bundesregierung sowie Wirtschaft und Verbraucherschützer gemeinsam praktikable Regelungen finden können. Zwar birgt die Richtlinie aus Unternehmenssicht nach wie vor einige Herausforderungen – allen voran die Ausweitung des Einspruchsrechts bei Beanstandungen von 4 Wochen auf 24 Monate – aber in Summe ist das Ergebnis ein Stück gute Politik. Gerd Billen: "Mit der Richtlinie bleibt die Pauschalreise auch weiterhin ein tolles Produkt. Und wer sich einzelne Reiseleistungen zusammenstellt, genießt künftig mehr Sicherheit."