Akzente der Bundesregierung

 

26.09.2018 – Die Politik erkennt im Tourismus einen immer wichtigeren Partner – schließlich ist die Industrie ein Job- und Wachstumsmotor. Im Jahr 2017 haben über 54 Millionen deutsche Urlauber rund 69,6 Reisen unternommen. Insgesamt gaben sie dafür rund 73,4 Milliarden Euro aus. Welchen Beitrag leistet die Bundesregierung, um diesen positiven Trend nachhaltig zu stützen?

Auf Einladung der TUI Group und des Deutschen ReiseVerbandes (DRV) stellte Thomas Bareiß MdB, Tourismusbeauftragter der Bundesregierung,  die tourismuspolitischen Schwerpunkte und Herausforderungen in dieser Legislaturperiode vor. Er diskutierte mit Frank Püttmann, Head of Public Policy TUI Group und Norbert Fiebig, Präsident des DRV.

Der Staatssekretär betonte, der Tourismuspolitik in der Bundesregierung einen größeren Stellenwert einzuräumen. Die Urlaubssteuer – die gewerbesteuerliche Hinzurechnung beim Einkauf von Hotelkontingenten – bezeichnete er als „Unding“. In seiner Rede hob Bareiß hervor, dass er in jedem Fall eine politische Lösung für die Problematik ansteuert. Dies fordern auch TUI und DRV, wie sie in der anschließenden Diskussionsrunde deutlich machten.

Neben der Urlaubssteuer wurde die Luftverkehrssteuer thematisiert, die ebenso als problematisch eingestuft wurde. Auch das Pauschalreiserecht sieht die Branche wegen des hohen bürokratischen Aufwands kritisch.

Äußerst positiv wurde dagegen aufgenommen, dass die Tourismusstrategie der Bundesregierung in Deutschland stärker Schwellen- und Entwicklungsländer in den Fokus nehmen will. Dabei ist die Industrie und vor allem auch TUI aufgrund der Erfahrung in Nachhaltigkeit, der weltweiten Präsenz und dem Wachstum in neuen Destinationen ein wichtiger Partner.