Austausch fördert pro-europäische Haltung

01.10.2018 – Wie sehen junge Menschen Europa? Ein sehr wichtiger Faktor scheint der kulturelle Austausch zu sein. Wie eine Studie der TUI Stiftung herausfand, stehen junge Menschen, die an einem Austauschprogramm teilgenommen haben, Europa offener gegenüber: So befürworten 78 Prozent der Teilnehmenden die EU – unter denjenigen, die nicht an einem Austauschprogramm teilgenommen haben, sind es nur 69 Prozent. Das ist eines der wichtigsten Ergebnisse der Jugendstudie 2018 der TUI Stiftung, die am 27. September dem Brüsseler Publikum bei einem Policy Breakfast im EU-Konzernbüro der TUI Group vorgestellt wurde (wesentliche Ergebnisse in dieser Präsentation). Die deutsche Stiftung hatte YouGov beauftragt, junge Menschen in Frankreich, Deutschland, Griechenland, Italien, Polen, Spanien und dem Vereinigten Königreich zu befragen. Ziel war, das Lebensumfeld, die Identitäten und Einstellungen gegenüber der EU besser zu verstehen.

Auch wenn in Deutschland fast jeder zweite Urlauber seine Reise in einem Reisebüro bucht, ist das Online-Buchungsverhalten in den letzten Jahren enorm gestiegen. In Skandinavien erzielt TUI übrigens bereits rund 85 Prozent des Umsatzes online. Doch die digitale Transformation bedeutet mehr, als nur das Hinzukommen eines neuen Vertriebskanals. Durch die Digitalisierung entstehen neue Unternehmen und bestehende müssen sich neu erfinden. Auch das Verständnis und die Umsetzung von IT wird dadurch neu definiert.

Aus Sicht der TUI steht das Reiseerlebnis des Kunden in Vordergrund, so Reichart. Hier biete die digitale Transformation erhebliche Chancen, um durch Skaleneffekte und individualisierte Produkte dem Kunden attraktive Angebote zu machen. Reichart verwies auf IT-Lösungen, mit denen die TUI den Mehrwert aus dem bestehenden Inventory steigert - ganz im Sinne steigender Skaleneffekte. So könne dem Kunden eine größere Bandbreite an Optionen geboten werden. Darüber hinaus wies sie darauf hin, dass TUI durch den Kauf des Startups Musement die Angebotsvielfalt an Ausflügen in den Destinationen noch weiter steigern könne.

Sie unterstrich, dass TUI als vertikal integriertes Unternehmen gut aufgestellt sei und mehr als 50 Prozent des Gewinns mit eigenen Hotels und Kreuzfahrtschiffen erziele. Hierdurch sei man unabhängig von den großen Onlineplattformen und erreiche eine hohe Kundenbindung.

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