Begeisterung für Europa? Ergebnisse der Junges Europa Studie

Brüssel, 29.02.2020 – Das TUI Group Konzernbüro veranstaltete ein Policy Breakfast zum Thema „Junges Europa“, der jährlichen Studie der TUI Stiftung. Ein interessiertes Publikum aus Vertretern der Europäischen Institutionen, Think Tanks, Tourismusbranche und Industrie versammelte sich im TUI-Büro in Brüssel, um die wichtigsten Ergebnisse der Studie von 2019 zu erörtern. Es folgte ein Austausch über Möglichkeiten zur Stärkung des Vertrauens der jungen Generation in Europäische Institutionen.

TUI Stiftung: Europapolitische Bildung für junge Menschen

Die Veranstaltung wurde von Elke Hlawatschek, Geschäftsführerin der TUI Stiftung, eröffnet. Sie stellte kurz die TUI Stiftung und ihre Arbeit vor, deren Ziel es ist, den Europagedanken bei jungen Menschen zu fördern. Darüber hinaus präsentierte sie zwei weitere Projekte der Organisation. Das erste Projekt fokussiert sich auf benachteiligte junge Menschen, denen ein Verständnis für die EU vermittelt werden soll. Im Rahmen des zweiten Projekts entwickelten Jugendliche eine Charta für ein junges Europa und einen Comic-Roman passend zum Thema.

Mehrheit für EU-Mitgliedschaft

Im Anschluss folgte ein Beitrag von Marcus Spittler, Research Fellow am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), der die Stiftung bei der Konzeption und Auswertung der Studie unterstützte. Er betonte, dass junge Europäer Wahlen zum nationalen Parlament für wichtiger halten als Europawahlen. Dies könnte teilweise darauf zurückzuführen sein, dass sie sich von ihren nationalen Parlamenten besser repräsentiert fühlen und den Eindruck haben, dass ihre Interessen auf nationaler Ebene ernster genommen werden als auf europäischer Ebene. Dennoch, betonte Herr Spittler, beschreiben sich junge Menschen häufiger als Europäer und nicht ausschließlich als Bürger ihres Heimatlandes, als Angehörige anderer Altersgruppen.

Die Studie ergab, dass die Mehrzahl der Befragten sich für eine EU-Mitgliedschaft ihres Landes ausspricht und die damit verbundenen Vorteile schätzt. Im Gegensatz zu einem verbreiteten Vorurteil, dem zufolge sich junge Menschen wenig für Politik interessieren, zeigte die Studie, dass eine große Zahl junger Menschen sich wirklich für politische Themen einsetzt und aktiv daran mitwirkt – sowohl online als auch offline. Themen wie Umweltpolitik, Geschlechtergerechtigkeit sowie Migration und Asyl bewegen sie am meisten. Herr Spittler beendete seinen Beitrag mit einer klaren Botschaft: „Junge Europäer sorgen sich um ihre Zukunft. Jeder, der sie ernst nimmt, wird sie zur Teilnahme an Wahlen motivieren.“

European Green Deal: Potenzial für stärkere Teilhabe junger Menschen

Dann ergriff Alicia Homs Ginel, Mitglied des Europäischen Parlaments und Vorsitzende  der Europäischen Jungsozialistinnen und Jungsozialisten, das Wort. Sie sprach über die Gefahr mangelnden Wissens über die EU, insbesondere bei jungen Menschen, und der daraus resultierenden negativen Auswirkungen auf die Demokratie. Insbesondere betonte sie die Notwendigkeit, europäische Bürger bereits in einer frühen Phase einzubinden, sowohl in Schulen als auch in der Art der Kommunikation und der Nutzung der richtigen Kanäle. Frau Homs Ginel beendete ihren Beitrag mit einem kurzen Ausblick auf den Europäischen Green Deal und seinem Potenzial, junge Europäer zusammenzubringen und zu politischem Engagement zu bewegen.

Schließlich eröffnete Dr. Ralf Pastleitner, Director für International Public Policy & EU Affairs der TUI Group und Leiter des Konzernbüros in Brüssel, die Fragerunde. Während der Debatte wurden zahlreiche interessante Entwicklungen und Themen angesprochen, darunter auch die bevorstehende Konferenz zur Zukunft Europas. Diskutiert wurden auch Möglichkeiten zur effektiven Vermittlung der EU-Klimapläne an junge Menschen. Eine lebhafte Diskussion wurde auch zu der Frage geführt, wie einzelstaatliche und EU-Bildungseinrichtungen die Idee Europas umfassender fördern können und zugleich jüngere Generationen motivieren können, sich stärker an der politischen Diskussion zu beteiligen.

Das Policy Breakfast im TUI Group-Konzernbüro in Brüssel konnte erfolgreich seine Teilnehmer auf die Interessen und Belange junger Europäer aufmerksam machen und umfasste einen spannenden Dialog über die Frage, wie diese Altersgruppe kontinuierlich für das Projekt Europa begeistert werden kann. Die TUI Group wird ihr Engagement für Beiträge zur politischen Debatte in Europa durch die Organisation von Policy Breakfasts und weiterer Veranstaltungen auch in Zukunft fortsetzen.


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