05
Aug
Dr. Marc Drögemöller

Ausbildung im Tourismus

162 junge Leute sind am 1. August an den Start gegangen. Ihr Berufsleben beginnen sie mit einer Ausbildung bei der TUI. Ob in der Zentrale in Hannover, im Reisebüro, in Verkaufsniederlassungen oder am Flughafen – die Bandbreite des Konzerns ist groß. Entsprechend vielfältig sind die Ausbildungsberufe, die in den nächsten zweieinhalb bis dreieinhalb Jahren erlernt werden. Ob Tourismuskaufleute oder Fachinformatiker, Kaufleute für Büromanagement oder Dialogmarketing, Fluggerätmechaniker oder die Option eines Dualen Studiums im Bereich Business Administration oder Wirtschaftsinformatik – die Liste ist lang. Los geht es mit einer Infowoche zum gegenseitigen Austausch und Kennenlernen des neuen Arbeitgebers sowie der kommenden Ausbildungsstrukturen.

Nicht nur in Hannover haben dieser Tage neue Azubis  mit ihrer Qualifizierung begonnen. Über 11.000 Reisebüros und rund 2.500 Reiseveranstalter in Deutschland sind auf einen interessierten Nachwuchs angewiesen. Hinzukommt der Hotel- und Gastronomiesektor, der laut des zuständigen Bundesverbandes DEHOGA knapp 1,8 Millionen Beschäftigte und rund 63.000 Auszubildende in 200.000 Betrieben zählt.

Auch wenn der Tourismus ein attraktiver Arbeitgeber ist und junge Leute anzieht, ist es in den vergangenen Jahren schwieriger geworden, jeden Ausbildungsplatz zu belegen. Dies gilt auch für andere Branchen wie das Handwerk oder das Reinigungsgewerbe. Sinkende Zahlen der Schulabgänger bei gleichzeitig wachsender Beliebtheit eines Studiums führen dazu, dass Lehrstellen am deutschen Ausbildungsmarkt unbesetzt bleiben. Unternehmen und Betriebe werden daher bei der Rekrutierung von geeignetem Nachwuchs kreativ und werben direkt um potentielle Kandidaten. Der Deutsche Reiseverband hat ein Webportal eingerichtet („Zukunft buchen im Tourismus“, www.tourismus-azubi.de), auf dem sich Schulabgänger informieren und konkret nach einer Stelle suchen können. Verbände anderer Gewerbe gehen ähnlich vor. Auch die Bundesregierung beugt dem drohenden Fachkräftemangel vor. Zusammen mit Spitzenverbänden der Wirtschaft, Gewerkschaften, Ländern und Bundesagentur für Arbeit wurde Ende 2014 die Allianz für Aus- und Weiterbildung 2014-2018 mit zahlreichen Initiativen beschlossen.

Das Modell der Dualen Ausbildung mit der Kombination aus Theorie in der Berufsschule und Praxis im Betrieb, ist längst zu einem Exportschlager geworden. Eines von vielen erfolgreichen Beispielen ist die Robinson Hotel School in Marokko, wo jährlich um die 90 Jugendliche in sechs Bereichen rund um das Hotelfach ausgebildet werden. Azubis der TUI berichten über ihre Erfahrungen im Berufsalltag in einem Blog auf www.tui-azubiblog.de – eine gute Gelegenheit für Interessierte, sich aus erster Hand über ein spannendes berufliches Umfeld zu informieren.

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