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Nov
Frank Püttmann
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Hamburgs neue Perle – vom Erfolg des Tourismus profitieren alle

Man kann ohne Übertreibung sagen, dass das Brandenburger Tor, der Kölner Dom und Schloss Neuschwanstein in diesen Tagen Verstärkung bekommen haben: Die Elbphilharmonie in Hamburg ist ein neues touristisches Wahrzeichen Deutschlands. Hamburg hat sich neu erfunden. Die seit Jahren steigenden Besucherzahlen und die steigenden Umsätze im Tourismus und Einzelhandel der Stadt geben den mutigen Entscheidern Recht. Besonders eindrucksvoll ist, wie der Wandel von der Bevölkerung mitgetragen wird. Das zeigen nicht nur die Besucherschlangen vor der Elbphilharmonie – das zeigen vor allem die Hunderttausende von Besuchern am Elbufer, die Hafenfeste oder besondere Anläufe von Kreuzfahrtschiffen begeistert begleiten – Jahr für Jahr. Überhaupt sind die Elbphilharmonie und die inzwischen drei Kreuzfahrtterminals der Hansestadt zwei Seiten derselben Medaille: Die Touristen kommen wegen der Attraktivität des Standortes – und ohne die Tourismuseinnahmen wären die Investitionen in eben diese Attraktivität nicht möglich.

Der gemeinsame Erfolg Hamburgs und der dortigen Kreuzfahrtunternehmen trägt längst auch Frucht in anderen Regionen – und führt auch dort zum Tourismus-Aufschwung. Kiel ist neben Hamburg zweiter Abfahrt- und Ankunftshafen für die wachsende Mein Schiff-Flotte von TUI Cruises. Seit dem Sommer 2016 ist auch Bremerhaven als dritter deutscher Hafen für TUI Cruises Gäste dazu gekommen. Das schafft viele zusätzliche Arbeitsplätze und bringt Urlauber nach Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein – nicht zu vergessen die Arbeitsplätze in den Schiffswerften und bei den Zulieferern. Last but not least führt jedes neue Kreuzfahrtschiff auch zu neuen Chancen für Schwellen- und Entwicklungsländer. TUIs Mein Schiff-Flotte fährt im europäischen Winter Ziele in den tropischen Regionen Südostasiens oder Mittelamerikas an und schafft dort Perspektiven für den Tourismus und Arbeit, Ausbildung und steigenden Wohlstand. Die Luxus- und Expeditionsschiffe der Hapag Lloyd Cruises sind auch in aller Welt unterwegs.

Insofern ist das neue Wahrzeichen im Hamburger Hafen viel mehr als ein Ausdruck hanseatischen Selbstbewusstseins. Es ist ein eindrucksvolles Statement für erfolgreichen Strukturwandel, für Weltoffenheit und Wachstum und für das moderne Deutschland überhaupt. Die beiden deutschen Kreuzfahrtgesellschaften der TUI Group, Hapag Lloyd Cruises und TUI Cruises, haben nicht ohne Grund ihren Unternehmenssitz am Hamburger Anckelmannsplatz und steuern von dort die wachsende Flotte. Hamburg hat sich um die Branche hierzulande und um den Tourismus insgesamt verdient gemacht – und profitiert davon natürlich auch selbst. Der Erfolg nützt allen – das macht ihn so attraktiv.

Wer vor allem die stark gestiegenen Baukosten des Projektes kritisch anführt, mag daran erinnert sein, dass auch das Opernhaus von Sydney (Bauzeit 1959-1973) wesentlich teurer war als geplant – und zwar um mehr als das Vierzehnfache. Statt 7 Millionen Australische Dollar wurden 100 Millionen Dollar bis zur Fertigstellung fällig. Dennoch: sehr gut investiertes Geld. Heute ist das Opernhaus das Wahrzeichen Australiens schlechthin. Die Tourismuswirtschaft dort setzt rund 50 Milliarden Dollar um. Pro Jahr. Die UNESCO hat das Gebäude 2007 auf die Liste des Weltkulturerbes gesetzt.

Elbphilharmonie und die Cruise-Terminals in Hamburg waren das Ziel eines Besuches von Griechenlands Tourismusministerin Elena Kountoura bei TUI am Samstag, 12. November. 
Auf dem Foto (von links nach rechts): Sacha Rougier, Managing Director Cruise Gate Hamburg, Frank Püttmann, Leiter Politik TUI AG, Angeliki Chondromatidou, Director Griechisches Tourismusministerium, Tourismusministerin Elena Kountoura und Wybcke Meier, CEO TUI Cruises.

Bild der Elbphilharmonie: © Maxim Schulz

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