13
Feb
Dr. Marc Drögemöller

Tourismus auf Rekordniveau

Deutschlandtourismus

Rekorde über Rekorde, der Tourismus hat einen guten Lauf in Deutschland. Baden-Württemberg meldet mit über 52 Millionen Übernachtungen in 2016 und einem Zuwachs von 2,5 Prozent gegenüber 2015 ein Rekordjahr. Bayern, um geografisch im Süden der Republik zu bleiben, freut sich über 90 Millionen Übernachtungen im vergangenen Jahr. In dieser Höhe ebenfalls eine noch nie erreichte Zahl im Freistaat. Da ist es keine große Überraschung, dass der Inlandstourismus für Deutschland insgesamt Bestleistungen erzielt hat: 447,3 Millionen Gästeübernachtungen hat das Statistische Bundesamt für 2016 gezählt, ein Anstieg von drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dabei fällt auf: Die Zahl der Übernachtungsgäste aus dem Ausland stieg leicht auf 80,8 Millionen (plus ein Prozent), der Wert von Gästen aus dem Inland dagegen stärker und zwar um drei Prozent auf 366,5 Millionen.

Die Zahlen belegen, wie attraktiv der Urlaub im eigenen Land für viele Deutsche ist. Das Lutherjahr mit vielen Veranstaltungen und neue touristische Anziehungspunkte wie die Elbphilharmonie in Hamburg lassen für das junge Jahr 2017 eine ähnliche Entwicklung prognostizieren. Städtereisen liegen im Trend, aber auch ländliche Gemeinden profitieren. Die heimische Wirtschaft freut es – insbesondere in strukturschwachen Gegenden. In Bayern hat man errechnet, dass Reisende dort jährlich 31 Milliarden Euro ausgeben. Dies stärkt regionale Anbieter und Lieferanten. Drei Millionen Menschen arbeiten in Deutschland unmittelbar im Tourismus, mittelbar sind es in dieser Querschnittsbranche rund 4,9 Millionen Menschen – Tendenz steigend. Besonders wichtig: Der Tourismus bildet aus, qualifiziert und bietet vielen jungen Menschen eine berufliche Perspektive.

 

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