05
Mai
Dr. Ralf Pastleitner
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TUI Group stärkt Präsenz auf EU-Ebene

Die TUI Group hat im März 2017 ein klares Bekenntnis zur Bedeutung der Europäischen Union abgegeben und ist zusätzlich zu Berlin nun auch mit einem Konzernbüro in Brüssel vertreten. In wenigen Monaten werden wir es offiziell eröffnen. Im engen Austausch mit den Entscheidungsträgern auf europäischer Ebene zu stehen und sich rechtzeitig in die Diskussionen einzubringen, erhöht die Chance, als Unternehmen in relevanten Fragen gehört zu werden. Auch für den Tourismus spielt die Europäische Union eine immer wichtigere Rolle. Daher ist der Schritt der TUI, als globaler, integrierter Tourismuskonzern auch nach Brüssel zu gehen, nur konsequent. 

Als überzeugter Europäer und langjähriger „EU-Follower“ freue ich mich ganz besonders über diese Entscheidung, nicht zuletzt, weil ich meine bisherigen Erfahrungen auf dem „EU-Parkett“ nun als Leiter des neuen EU-Büros der TUI Group in Brüssel einbringen kann.

Wir wollen als TUI in Brüssel Flagge zeigen, weil mehr und mehr nationale Gesetze in den Märkten auf europäischen Vorgaben basieren. Dies zeigte sich zuletzt bei der EU-Pauschalreiserichtlinie, die seit 2008 in Brüssel beraten und 2015 verabschiedet wurde und nun in nationales Recht überführt wird. Solche Beispiele verdeutlichen, wie wichtig es ist, bereits zu Beginn eines Gesetzgebungsverfahrens präsent zu sein und mitgestalten zu können. Und dass die TUI Group auch und gerade auf EU-Ebene Präsenz zeigen sollte, steht für mich außer Frage: Zum Kerngeschäft unseres Unternehmens gehören neben europäischen Reiseveranstaltern auch drei Kreuzfahrtgesellschaften, über 300 konzerneigene Hotels, 1800 Reisebüros und Reiseleiter-Organisationen in der EU und außerhalb sowie eine eigene Flotte von 150 Flugzeugen. Unsere Marktkapitalisierung liegt heute bei rund 7,5 Milliarden Euro.

Grund genug, die eigenen Standpunkte bei den zahlreichen Themen mit TUI-Bezug auch in Brüssel noch stärker zu vertreten: Ob im Verbraucherschutz, im Umweltschutz, bei Themen der Nachhaltigkeit oder bei Fluggesellschaften – die Entwicklungen auf EU-Ebene schreiten zügig voran und wollen strukturiert begleitet werden. Von besonderem Interesse sind auch EU-Initiativen zur Förderung von Infrastruktur, Beschäftigung und Wohlstand in vielen Ländern, die häufig Zielgebiete für uns als TUI-Konzern sind. Hier wollen wir die Bedeutung der Tourismuswirtschaft und unsere Möglichkeiten als TUI deutlicher machen und die Partnerschaft mit der EU stärken. Denn niemals kann Interessenvertretung nur als Einbahnstraße funktionieren, ganz im Gegenteil: Gemeinsam mit den Entscheidungsträgern auf EU-Ebene möchten wir an der Tourismusstrategie der Zukunft mitbauen!  

Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe und darauf, meinen Beitrag zu einer stärkeren Verankerung der Potenziale und Herausforderungen der Tourismuswirtschaft in der politischen Agenda der EU-Institutionen leisten zu dürfen.

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