27
Okt
Dr. Marc Drögemöller

Wissenschaftsparlament – „Pimp My Ocean!“

 

„Pimp My Ocean!“ Der Titel ist passend gewählt. Er ist die jugendliche Übersetzung zum Motto des Wissenschaftsjahres: „Meere und Ozeane“. Für Bundestagsvizepräsidentin Edelgard Bulmahn ein geeignetes Thema, um 80 Schülerinnen und Schüler in den Berliner Reichstag zu bitten und ihnen den Rahmen für das erste Wissenschaftsparlament zu geben. Auch die TUI Group war eingeladen: Ich durfte als Experte mit den Schülerinnen und Schülern über das Umweltmanagement auf Kreuzfahrtschiffen diskutieren und stellte Nachhaltigkeitsinitiativen des Konzerns vor.

Das Dialogformat: Ein offenes Gespräch mit jungen Leuten und guten Anregungen ihrerseits, wie wir alle den Lebensbereich Meer noch besser schützen können. Einige überrascht: Es kann sehr lange dauern, bis sich Abfälle im Meer auflösen. Eine einzige Plastiktüte schwimmt bis zu zwanzig Jahre umher, bis sie zersetzt ist. Eine Getränkedose sogar bis zu 200 Jahre.

Für unsere Kreuzfahrtschiffe ist selbstverständlich, dass Schiffsabfälle auf keinen Fall im Meer landen dürfen. TUI Cruises beispielsweise hat daher eine effiziente Müllentsorgung an Bord der Kreuzfahrtschiffe entwickelt. Es gilt der Dreisatz: Vermeiden, verringern, wiederverwerten. Durch eine geschickte Sortierung der Abfälle erreicht die Reederei eine Mülltrennungsquote von fast 100 Prozent an Bord. Auch das Abwasser der Mein Schiff Flotte wird besonders gefiltert und aufbereitet. Denn Schmutzwasser wäre schlecht für Tiere und Pflanzen.

Für die Schüler ist wichtig, dass sich jeder von uns beteiligen kann. Noch immer gelangt zu viel Müll ins Meer. Besonders an Urlaubsstränden bleiben häufig Reste liegen. Was tun? Nach einem Strandtag den eigenen Abfall mitnehmen und in einer Mülltonne entsorgen. Das ist gar nicht schwer. Vorschläge wie diese werden in einem Antrag aufgegriffen und von den Schülern im Parlament beworben und durchgesetzt. Wie in der richtigen Politik eben.

In den letzten Jahren haben immer mehr Menschen in Europa eine Kreuzfahrt unternommen. Die Kreuzfahrtbranche ist einer der am stärksten wachsenden Bereiche im Tourismus und treibt den europäischen Schiffbau voran. Klar ist aber auch: Diese Entwicklung muss möglichst umweltschonend verlaufen. Beide Seiten – der Schutz der Meere und das berechtigte Interesse vieler Menschen, in See zu stechen und unterschiedliche Regionen der Erde kennenzulernen – widersprechen sich nicht. Der Umweltschutz ist bei TUI wichtiger Bestandteil der Unternehmensstrategie. Es gilt, Erholung und verantwortungsvolles Handeln miteinander zu verbinden. Denn ohne eine intakte Umwelt machen Ferien keinen Spaß.

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