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Jan
Frank Püttmann
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Spanischer Regionalstolz: Gebeco beleuchtet Hintergründe

Weitgehend verständnislos verfolgt die Öffentlichkeit Regionalisierungstendenzen quer durch Europa. Dabei handelt es sich um eines der elementaren europapolitischen Themen: Wie kann sich die Europäische Union weiterentwickeln, wenn Fragen der Solidarität und Souveränität innerhalb der Nationalstaaten völlig neu verhandelt werden? Wenn Katalanen, Schotten oder Flamen nicht weiter zu Spanien, Großbritannien oder Belgien gehören wollen?

Studien- und Erlebnisreisen helfen, andere Kulturen, Denkweisen und die Veränderungen in gesellschaftlichen Prozessen durch das direkte Kennenlernen besser zu verstehen. Das neue Themenjahr 2018 „Menschen verbinden“ der TUI-Tochter Gebeco zahlt darauf in besonderer Weise ein. Gebeco ermöglicht beispielsweise im Oktober 2018, auf der Suche nach den Wurzeln des Regionalstolzes von Barcelona nach Madrid zu reisen und Antworten auf die Frage zu finden, was die Spanier trennt und trotz aller Gegensätze zusammenhält. 

Eskalation mit historischen Wurzeln

„Langfristig betrachtet ist die Unabhängigkeitserklärung eher eine Art ‚Unfall‘ “, erklärt Dr. Rulf J. Treidel, Abteilungsleiter bei Gebeco die katalanische Unabhängigkeitsbestrebung. „Lange ging es darum, eine Verfassungsreform einzufordern, um den Föderalismus zu stärken.“ Neben dem Baskenland und Galicien bekam auch Katalonien in der neuen Verfassung nach Francos Sturz 1978 den Status einer historischen Autonomie verliehen. Bis zum Beginn der Wirtschaftskrise 2008 hätten sich die Katalanen mit dieser Kompromisssituation arrangiert, seither spitzt sich die Situation allerdings zunehmend zu. Nach der von Madrid verhängten Auflösung des katalonischen Regionalparlamentes errangen die Unabhängigkeitsparteien bei den Neuwahlen im Dezember eine knappe Mehrheit der Sitze. Eine Regierungsbildung ist jedoch nicht absehbar.

Die Themenjahrreise führt durch viele autonome Regionen und zeigt dort die historischen Stätten der jeweiligen Kultur, Geschichte und Politik. Gebeco (Gesellschaft für internationale Begegnung und Cooperation) ist mit jährlich rund 60.000 Gästen und 116 Mio. Euro Umsatz einer der führenden Veranstalter von Studien- und Erlebnisreisen im deutschsprachigen Raum.

Mehr Infos zum Gebeco-Themenjahr „Menschen verbinden“ im gleichnamigen Magazin und direkt auf www.gebeco.de.

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